Wem gehört denn eigentlich das Rezept für Brownie-Käsekuchen?

Nachdem ich vor einigen Wochen schon einen Möhrenkuchen mit einem Cheesecake kombiniert hatte, wollte ich es dieses Wochenende mit Brownies probieren.

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Zugegebenermaßen ist das natürlich keine neue Idee, denn Rezepte für Cheesecake-Brownies gibt es wie Sand am Meer! Wenn mein Rezept nicht komplett eigenentwickelt ist, suche ich mir oft verschiedene Rezepte heraus und schaue, was aus meiner Sicht am stimmigsten zusammen passt. So stammt bei meinem Brownie-Käsekuchen der Käsekuchen-Teig ursprünglich aus einem anderen Rezept wie der für die Brownies. Außerdem habe ich noch ein paar andere Dinge verändert, weil ich zum Beispiel im Brownie-Teig sehr gern Mandeln verwende.

Insgesamt ist mir das Thema: „Wem gehört eigentlich das Rezept?“ in den letzten Wochen häufiger über den Weg gelaufen. In dem Zusammenhang möchte ich noch mal auf einen Artikel verweisen, der das Thema aus meiner Sicht gangz gut zusammenfasst: Kochrezepte: Nichts anbrennen lassen

Grundsätzlich ist die Zutatenliste eines Rezepts urheberrechtlich nicht geschützt, sondern eher die Zubereitungsart und die Formulierung dessen. (Achtung: Das ist natürlich keine Rechtsberatung!) Trotzdem verweise ich eigentlich immer auf das Original-Rezept, wenn ich meinen Beitrag stark daran orientiere oder frage vorher, ob ich es für meinen Blog nutzen darf. Ansonsten gehe ich davon aus, dass mittlerweile so gut wie jedes Rezept in irgendeiner Weise ohnehin irgendwo im Netz dümpelt – so wie eben auch unendlich viele Cheesecake-Brownies. Nun aber zu meinem Rezept!

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Zutaten für eine 26er Springform:
für den Brownie-Teig:
– 110g Butter
– 150g gute Zartbitter-Schokolade
– 2 Eier
– 70g weißen Zucker
– 30g brauner Zucker
– 1 Päckchen Vanillezucker
– 1 Prise Salz
– 100g Dinkel-Mehl
– 50g Mandeln
– 25g Backkakao
– 1 Teelöffel Backpulver
für den Käsekuchen-Teig:
– 350g Frischkäse
– 250g Schmand
– 75g Zucker
– 2 Eier
– 4 Teelöffel Speisestärke

Für den Brownie-Teig zuerst die Schokolade mit der Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze schmelzen, beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. Den weißen, braunen und Vanille-Zucker mit den Eiern und der Prise Salz einige Minuten schaumig aufschlagen. Die Mandeln und das Mehl mit dem Backpulver vermischen und ebenfalls unterrühren. Zuletzt den Backkakao sowie die Schoko-Butter-Mischung dazu geben und unter den Teig heben.

Eine Springform ausbuttern und bemehlen – den Brownie-Teig in die Form streichen. Den Backofen dann auf 1750 Grad vorheizen.

Danach den Käsekuchen-Teig herstellen, dafür alle Zutaten bis auf die Speisestärke in eine Schüssel geben und gut verquirlen. Die Speisestärke dann teelöffelweise unterrühren. Der Teig ist relativ flüssig, daher sollte der Backofen jetzt vorgeheizt sein. Den Käsekuchen-Teig auf den Brownie-Teig schütten und sofort in den heißen Backofen geben.

Den Brownie-Käsekuchen im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad dann für gut 45 Minuten backen. Danach den Kuchen im ausgeschalteten und geöffneten Backofen auskühlen lassen, damit er nicht zu schnell zusammen fällt.

Fertig in 75 Minuten!

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9 thoughts on “Wem gehört denn eigentlich das Rezept für Brownie-Käsekuchen?

  1. Fein, so ähnliche habe ich auch schon mal gebacken – aber natürlich ein klein bisschen anders 😀 . Damit kann das Wochenende jedenfalls kommen, denn Brownies & Cheesecake sind immer eine tolle Kombi! Liebe Grüße

  2. Yam, damit hast du mir jetzt Lust auf meine Variante gemacht. Oder probier ich mal deine aus?

    Du hast recht und ich handhabe es genau so: Grundsätzlich gibt es jedes Rezept sicherlich schon mal irgendwo so oder sehr ähnlich. Aber die Beschreibung macht es dann zu einem Unikat.

  3. Hallo Daniela,

    Ach, deinen Post finde ich klasse! Nicht nur, weil ich die Brownie-Käsekuchen-Kombi sehr gerne mag, seit ich so eine Art Kuchen auf Malta zum ersten Mal gegessen habe, sondern auch weil ich die Frage „Wem gehört das Rezept?“ sehr interessant und deine Meinung dazu sehr gut finde.
    Ich verfahre da ganz ähnlich: Backe/Koche ich ein Rezept nach, so erwähne ich das in meinem Posting, auch wenn ich meist an den Zutaten etwas verändere (jeder hat da ja andere Vorlieben, wie du z.B. mit den Mandeln im Brownie). 🙂
    Auf irgendeinem Blog habe ich mal gelesen, dass die Autorin (sinngemäß) schrieb, sie entwickle alles selbst und nach kochen aus Büchern oder von anderen Blogs käme für sie gar nicht in Frage. Diese Aussage hat mich sehr stutzen lassen, denn ich sehe das nicht so eng. Klar entwickle ich Rezepte/ Gerichte auch mal selbst (wie z.B. meine Wok Gerichte), aber ich liebe Kochbücher und koche natürlich auch daraus…. Wie dem auch sei: Danke für den tollen Post.

    LG
    Nika

    • Danke, Nika! Mich hatte das Thema irgendwie beschäftigt, daher wollte ich das mal loswerden 😉 In der Tat gibt es wohl kaum ein Gericht, was es nicht schon irgendwo mal gab.
      Liebe Grüße,
      Daniela

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