Hjónabandssæla

Hjónabandssæla – Eheglück zur Fußball-EM

Eheglück und Fußball-EM schließen sich aus; so mag es zumindest bei einigen Paaren der Fall sein. Bei meinem Mann und mir nicht, denn ich gucke mindestens genau so gern Fußball wie er. Warum ich trotzdem einen Hjónabandssæla gebacken hab, der übersetzt „Eheglück“ genannt wird, erfahrt ihr hier.

Es geht wieder los – pünktlich zur Fußball-EM wird wieder international gekocht und gebacken! Peter vom Blog „Aus meinem Kochtopf“ hat, wie vor zwei Jahren zur WM, ein Event organisiert, bei dem man ein typisches Gericht aus einem bei der EM teilnehmenden Länder nachmachen soll. Den Banner mit einem Link zu allen Rezepten findet ihr weiter unten.

Ich habe mich beim EuropaKochen 2016 für Island entschieden. Warum? Weil Island dieses Jahr das erste Mal für eine Fußball-Europa- oder Weltmeisterschaft qualifiziert ist! Und was sie bislang auf dem Platz gezeigt haben, kann sich durchaus sehen lassen. Als ich bei meiner Recherche dann auch noch auf ein histaminarmes Rezept mit Rhabarber aus Island gestoßen bin, war klar, dass ich die isländische Mannschaft beim EuropaKochen vertreten möchte.

Hjónabandssæla

Dass der Kuchen übersetzt „Eheglück“ heißt, finde ich gerade zur Fußball-EM total passend, denn sicherlich gibt es viele Paare bei denen das Thema zu Indifferenzen führt 😉 Glücklicherweise schaue ich total gern Fußball und kann daher den isländischen Kuchen Hjónabandssæla passend zur EM mit meinem Mann vor dem Fernseher genießen.

Weshalb der Kuchen „Eheglück“ heißt, ist übrigens nicht ganz klar. Man vermutet, dass er sich genau so lange hält, wie eine Ehe. Der Kuchen ist pur recht trocken, was ihn aber wirklich lange haltbar macht. In Kombination mit Sahne oder Eis ist er durchaus zu empfehlen, so dass ich ihn sicherlich noch einmal backen werde.

„Eheglück“ könnte er auch heißen, weil man den Kuchen sehr gut variieren kann. Prima passen würden zum Beispiel auch Schoko-Stückchen oder Kokos-Raspeln im Teig, oder eine Füllung mit Dattel- oder Pflaumenmus an Stelle des Rhabarber. Das Rezept ist total variabel, wie auch das Rezept für eine glückliche Ehe! 😉

Hjónabandssæla

Zutaten für einen Hjónabandssæla (Durchmesser ca. 20 cm)

Für den Teig:
– 200g Mehl
– 130g zarte Haferflocken
– 1 Teelöffel Weinstein-Backpulver
– 90g brauner Zucker
– 150g Butter, geschmolzen
Für die Füllung:
– 350g Rhabarber-Kompott
– 150ml Rhabarber-Saft
– 1 Päckchen Vanille-Puddingpulver
– 2 Esslöffel weißer Zucker

Zunächst die Füllung herstellen. Dafür das Rhabarber-Kompott zusammen mit dem 100ml Rhabarber-Saft und zwei Esslöffeln Zucker in einen Topf geben. Die restlichen 50ml Saft mit dem Puddingpulver vermischen. Das Rhabarber-Kompott aufkochen lassen, das aufgelöste Puddingpulver mit einem Schneebesen einrühren und alles etwa eine Minuten kochen lassen. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

Nun den Teig zubereiten. Dafür alle trockenen Zutaten (Mehl, Haferflocken, Backpulver, Zucker) in eine Schüssel geben. Die Butter schmelzen lassen und zu den trockenen Zutaten schütten. Alles gut verrühren, bis ein bröseliger Teig entsteht. Eine Springform (20cm Durchmesser) einfetten und bemehlen. Etwa 2/3 des Teiges in die Form drücken und einen Rand hochziehen. Das abgekühlte Kompott auf den Teig gießen und glatt streichen. Den restlichen Teig als Brösel über das Kompott streichen.

Den Hjónabandssæla bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen etwa 20 bis 25 Minuten backen. In der Form vollständig auskühlen lassen. Mit frisch geschlagener Sahne oder Eis servieren.

Fertig in 60 Minuten!

Hjónabandssæla

Blogevent EuropaKochen 2016 - Wir kochen uns durch Europa

1 Gedanke zu “Hjónabandssæla – Eheglück zur Fußball-EM

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