Rhabarber-Gelee – süß, sauer und histaminarm!

Ich muss es zugeben: Marmelade, Gelee und Co. selbst herzustellen, habe ich erst in diesem Jahr für mich entdeckt. Dabei ist es gerade bei Histamin-Intoleranz sehr gut, Brotaufstriche selbst zu machen.

Fast alle Konfitüren und Gelees aus dem Supermarkt enthalten nämlich Zitronensaft oder -säure. Da diese Zutat oft nicht vertragen wird, ist die Auswahl im Regal eher gering. Ich habe bislang erst eine Blaubeer-Konfitüre und ein Johannisbeer-Gelee ohne Zitronensaft gefunden.

Warum also nicht einfach selbst machen?! Und auch wenn ich mich erst jetzt dafür entschieden habe, kann ich sagen: Es lohnt sich! Marmelade, Gelee oder Konfitüre ist einfach superschnell gemacht und ihr könnt selbst entscheiden, was drin ist.

Rhabarber-Gelee - süß, sauer und histaminarm!

Worauf man natürlich achten muss: Der Gelierzucker für die Zubereitung muss natürlich ohne Zitronensaft oder -säure sein. Das ist nicht immer so einfach, aber man bekommt ihn zum Beispiel im Bioladen.

Als ersten Test habe ich mich daher auch extra für etwas Säuerliches entschieden. Ich war mir nämlich unsicher, ob der Gelierzucker ohne Zitrone wirklich richtig geliert. Mit dem Rhabarber hat es ganz wunderbar funktioniert. Natürlich könnt ihr keinen Löffel im Gelee fest stecken, aber es geliert absolut ausreichend, um den Rhabarber-Gelee auf ein Brot zu schmieren.

Rhabarber-Gelee - süß, sauer und histaminarm!

In den nächsten Wochen werde ich daher die Rhabarbersaison ausnutzen und noch ein paar Gläser einkochen. Ebenso werde ich auch andere Früchte nutzen und so meinen Vorrat für die nächsten Monate aufstocken.

Rhabarber-Gelee

Gelee selbst zu machen ist super einfach. Also am besten jetzt die Rhabarberzeit ausnutzen und leckeres Gelee einkochen. Das ist nämlich sogar histaminarm!

Reicht für: 5 Gläser (je 230ml)
Zu finden auf: danielas foodblog

Zutaten:

  • 1,5 kg Rhabarber
  • 20 g Vanillezucker
  • 500 g Gelierzucker 2:1 ohne Zitronensaft oder -säure

So geht's:

  1. Den Rhabarber zuerst abziehen und in kleine Stücke schneiden.

  2. In einen Topf 500ml Wasser, den Vanillezucker sowie die Rhabarber geben. Alles für etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. 

  3. Ein Küchenhandtuch in ein Sieb legen und über eine Schüssel stellen. 

  4. Den weich gekochten Rhabarber mit Saft in das Küchenhandtuch geben und etwa 60 Minuten austropfen lassen. 

  5. Vom Saft 750ml abmessen. Den Rest könnt ihr gemischt mit Wasser gut als Schorle trinken.

  6. Den Rhabarersaft mit dem Gelierzucker nach Packungsanweisung kochen.

  7. In Marmeladengläser kippen und sofort verschließen. 

  8. Die ausgekühlten Gläser trocken und kühl lagern. 

Anmerkungen bei Histamin-Intoleranz:

Rhabarber ist histaminarm und perfekt für Gelee geeignet. Beim Gelierzucker unbedingt darauf achten, diesen ohne Zitronensaft oder -säure zu kaufen; zum Beispiel im Bioladen.

Rhabarber-Gelee - süß, sauer und histaminarm!

Bei Tina von LECKER&Co gibt es übrigens gerade ein tolles “Laber Rhabarber” Blogevent, zu dem mein Rhabarber-Gelee natürlich ganz wunderbar passt. Aber Rhabarber geht ja sowieso in allen Varianten, oder? Wenn ihr das auch so seht, schaut doch mal bei Tina vorbei. Da gibt es schon jetzt tolle Ideen, was ihr mit Rhabarber noch alles anstellen könnt.

Laber Rhabarber

7 Gedanken zu „Rhabarber-Gelee – süß, sauer und histaminarm!“

  1. Hallo Daniela,

    Super Rezept, denn ich liebe Rhabarber. Wie schaut es denn aus mit der Lagerung solcher Konfitüren? Bei einer Histaminintoleranz muss man ja aufpassen bei “alten” Lebensmitteln?

    Ebenso stell ich mir die Frage beim Paprikamark oder älterem Brot.

    Wäre dir dankbar, wenn du mir weiterhelfen könntest.

    LG
    Sebastian

    Antworten
    • Hallo Sebastian,

      ich vertrage es ohne Probleme, wenn die Konfitüre mehrere Monate lagert. Das muss man aber, wie so vieles bei Histamin-Intoleranz, vorsichtig für sich ausprobieren.

      Paprikamark friere ich grundsätzlich in kleinen Portionen ein und kann es dann nach Bedarf auftauen. Ähnlich mache ich es mit Brot oder Brötchen, wobei ich die auch mehrmals die Woche frisch kaufe.

      Es gibt leider keinen allgemein gültigen Weg und man muss leider viel testen und probieren.

      Liebe Grüße,
      Daniela

      Antworten

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