Kleines “No Knead Bread” aus dem Glastopf

Kennt ihr das? Wenn Brot gebacken wird, dann meist in recht großen Laiben. Und auch wenn bei uns viel Brot gegessen wird, ist das doch meist für einen 2-Personen-Haushalt deutlich zu viel. Frisches Brot schmeckt einfach besser, daher habe ich mir ein Rezept für ein kleines “No Knead Bread” aus dem Glastopf überlegt, das perfekt für zwei Personen ist.

Darauf gekommen bin ich, weil ich bislang mein Brot immer in einem großen Bräter gebacken habe. Ich bin von der “Brot im Topf mit Deckel” backen Variante absolut überzeugt, weil ich noch nie so saftiges, weiches Brot mit toller Kruste bekommen habe, wie mit dieser Methode.

No Knead Bread

Allerdings ist ein Bräter eben auch ausgelegt für viele Personen und das Brot darin wurde immer entsprechend flach, siehe hier: Artisan Brot.

Da meine Eltern vor ein paar Wochen eine neue Küche bekommen haben und radikal ausgemistet wurde, gelangte kurzerhand ein Glastopf mit Deckel in meinen Besitz, der sonst eher für das Aufwärmen in der Mikrowelle benutzt wurde. Nach ein paar Recherchen, ob dieser auch über 200 Grad im Backofen aushält, wagte ich das Experiment. Schließlich ist so ein Glastopf von den Eigenschaften her nicht unbedingt mit einem Bräter zu vergleichen.

No Knead Bread

Das Ergebnis ist aber wunderbar geworden und da der Glastopf nur einen Durchmesser von etwas über 20 Zentimetern hat, ist es die ideale Größe für zwei.

Das Rezept ist ein “no knead” Rezept, es wird also nicht geknetet. Dafür geht die Hefe über Nacht, was total wenig Arbeit macht. Für mich aktuell das perfekte Brot, das übrigens auch histaminarm ist, wenn ihr Hefe einigermaßen gut vertragen könnt.

No Knead Bread
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Kleines "No Knead Bread" aus dem Glastopf

Ich liebe Brote, die über Nacht garen und am nächsten Tag nur noch im Topf gebacken werden müssen. Dieses Rezept ist eines davon und perfekt für einen 2-Personen-Haushalt!

Reicht für: 2 Personen
Zu finden auf: danielas foodblog

Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl
  • 100 g Roggenmehl
  • 1/2 Teelöffel Trockenhefe
  • 350 ml Wasser (lauwarm)
  • 1 1/2 Teelöffel Salz

So geht's:

  1. Weizen- und Roggenmehl mit Salz und der Trockenhefe zunächst in einer sehr großen Schüssel mit einem Löffel vermischen

  2. Vorsicht, der Teig geht sehr gut auf, daher in jedem Fall genug Platz in der Schüssel planen :)

  3. Das lauwarme Wasser in die Schüssel kippen und mit einem Kochlöffel alles locker vermengen, bis keine trockenen Stellen mehr vorhanden sind.

  4. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und mindestenes 12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Etwas länger ist auch überhaupt kein Problem.

  5. Nach der Gehzeit, ein Backblech-großes Stück Backpapier auf die Arbeitsplatte legen und ordentlich bemehlen.

  6. Den Teig aus der Schüssel auf das Mehl gleiten lassen. Mit einem Teigschaber und mit Hilfe des Backpapiers den Teig von allen Seiten einmal zur Mitte umklappen.

  7. Während der Backofen auf 230 Grad aufheizt, den Teig noch einmal ruhen lassen. Wichtig: Die Glasform sollte mit aufheizen, damit diese die gleiche Temperatur hat, wie der Ofen.
  8. Ist der Backofen heiß genug, die Glasform aus dem Ofen nehmen und den Teig mit dem Backpapier in die Form geben. Eventuell überstehendes Backpapier abschneiden.

  9. Den Topf mit dem Deckel verschließen und für 40 Minuten in den heißen Ofen geben. Danach den Deckel entfernen und nochmals gut 10 Minuten bei gleicher Temperatur weiter backen.

  10. Nach der Backzeit das No Knead Bread aus dem Ofen bzw. dem Topf nehmen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen.

Anmerkungen bei Histamin-Intoleranz:

Das Brot ist grundsätzlich histaminarm, wenngleich Hefe manche Menschen mit Histamin-Intoleranz nicht vertragen. Da die Ruhezeit des Hefeteigs sehr lang ist, probiert das Brot auf jeden Fall vorsichtig und in kleinen Mengen. Das Mehl könnt ihr gut ersetzen und vertragen, was euch am liebsten ist. Ich habe das Brot auch schon komplett mit Dinkelmehl (Typ 630) gebacken.

No Knead Bread

19 Gedanken zu „Kleines “No Knead Bread” aus dem Glastopf“

  1. Das ist ja eine super Idee! Mir sind die Brote auch oft zu groß und Brot ohne Kneten finde ich klasse! Mache mich gleich auf die Suche nach einem kleinen Gefäß! Mal sehen was meine Küche so hergibt

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  2. So ein Brot wollte ich schon immer mal ausprobieren hatte aber nie die richtige Form dafür. Eine Glasform habe ich allerdings, danke für den Tipp. Jetzt kann ich das mal ausprobieren.

    Lieben Gruß | Barbara

    Antworten
  3. Liebe Daniela,

    das Brot sieht köstlich aus! Ich glaube meine Mama hat einen Glastopf samt Deckel den sie sicher nicht vermissen wird :-) Den werde ich mir demnächst holen um dein Brot zu backen.

    Liebe Grüße,
    Verena

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  4. Hi Daniela,

    was soll ich als Brotliebhaberin zu diesem Rezept sagen? Mega! :) Passt prefekt zu meinem Frühstück.

    Ich probier das Rezept mal aus. Wenn ich das so hinbekomme, dann werden alle neidisch auf mich sein *grins.

    Danke dir vielmals. Daumen hoch!

    Lg
    clarita | https://la-vita-e-bella.de

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  5. Hallo, der Teig klappt auch wunderbar im normalen Topf. Und in einer Silikonkastenform die ich zuerst mit Alufolie abgedeckt habe hats auch funktioniert. Super. LG Silke

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  6. Hallo Daniela,

    Brot im Bräter war mir bekannt, aber Glas? Geht das auch mit einer
    Auflaufform, die einen Deckel hat? Wenn ich 100 % Dinkelmehl nehme, muss ich
    da etwas beachten, wie extra mehr Wasser dazu geben?

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    • Hallo Chris,
      ja, das sollte klappen. Ursprünglich wird so ein Brot ja auch in einem Bräter mit Decke gebacken. Das Dinkelmehl (Typ 630) kannst du einfach ersetzen, das sollte ohne weiteres Wasser möglich sein.
      Viele Grüße,
      Daniela

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  7. Hallo :),

    Endlich ein Rezept ohne den ganzen Schnickschnack! Hiervon noch ein wenig, und davon 20 g….. XD

    Ich brauch es übersichtlich :)

    Könnte ich auch 300g Roggenmehl und 100g Weizenmehl nehmen? Oder wird das dann unbekömmlich/ geht nicht auf?

    Vielen lieben Dank

    Antworten
    • Hallo Lena,

      das freut mich! Das Rezept sollte auch mit mehr Roggenmehl funktionieren. Allerdings ist Roggenmehl nicht besonders gut bei Histamin-Intoleranz verträglich, daher solltest du da ggf. etwas aufpassen. Die Menge im Ursprungsrezept ist für mich persönlich kein Problem, da man ja kein ganzes Brot isst. Aber wie immer gilt: vorsichtig testen!

      Liebe Grüße,
      Daniela

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  8. Hilfe! Alles nach Rezept gemacht, aber Teig sieht recht flüssig aus. Wird das noch über Nacht? Oder liegt das daran, dass ich 405 Weizenmehl genommen habe?

    Muss ich Gegenmaßnahmen ergreifen?

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  9. Liebe Daniela,

    und noch etwas: der recht flüssig aussehende Teig ist nach fast 2 Stunden auch noch kein bisschen aufgegangen…

    Für einen Tipp wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße – Dani

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    • Hallo Dani,

      ja, der Teig ist wirklich recht flüssig. Auf jeden Fall so, dass das Brot nicht geknetet werden kann/muss.

      Ich habe das Brot daher auch mit dem Backpapier „transportiert“.

      Aufgehen wird es bestimmt noch in den nächsten Stunden. Auf Grund der geringen Hefemenge braucht es seine Zeit.

      Gutes Gelingen,
      Daniela

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  10. Liebe Daniela,

    vielen Dank für Deine rasche Antwort – das beruhigt mich doch sehr!
    Dann mache ich weiter nach Rezept, hoffe das Beste und werde berichten.

    Herzliche Grüße

    Dani

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  11. Liebe Daniela,

    jetzt ist der Besuch wieder weg und ich freue mich sehr, dass mein No-Knead-Bread gelungen ist und meine Gäste davon begeistert waren! Vielen Dank für das unkomplizierte Rezept – genau so was brauche ich als Brotback-Anfängerin.

    Zwei andere Rezepte hatte ich zuvor schon mal ausprobiert und die Brote waren mit zu harter Kruste gebacken bzw. zu kompakt. Deshalb bin ich sehr froh für Dein Rezept – auch weil ich mir jetzt nicht erst einen teuren Brotbacktopf kaufen muss, damit mein Brot gelingt. Ich werde im Glastopf daher sicher noch weitere Brote backen und vielleicht sogar mit Deinem Rezept experimentieren, so wie Du das ja auch vorschlägst.

    Nachdem ich das Backpapier abgemacht hatte, standen übrigens ganz lustige und ganz lecker-krosse kleine Krusten-Zipfel von dem Brot ab und daher heißt das jetzt bei uns “Zipfel-Brot”.

    Es schmeckt wunderbar!

    Liebe Grüße – Dani

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