Bolo de Rolo

Bolo de Rolo – eine kulinarische Reise nach Brasilien

Der, die, das… wieso, weshalb, warum? Die zweite Frage kann ich euch direkt beantworten: Es geht mit vielen lieben Bloggern wieder auf kulinarische Weltreise und ich habe dafür Brasilien kulinarisch besucht. Ob es aber „der“, „die“ oder „das“ „Bolo de Rolo“ heißt, konnte ich leider nicht rausfinden.

Wie schon im letzten Jahr haben sich über 40 Blogger zusammengefunden und gehen bis Mitte des Jahres auf kulinarische Weltreise. Letzte Woche waren wir bei Tina von „Tinas Tausendschön„, die uns einen syrischen Grießpudding mitgebracht hat.

Die Reise verfolgen könnt ihr übrigens per Facebook-Gruppe „Kulinarische Entdeckungsreise“ oder, indem ihr unten auf den Banner klickt. Der bringt euch direkt zu Sarah vom Knusperstübchen, die die Reise ganz wunderbar organisiert hat.

Bolo de Rolo

Nun geht es bei mir weiter und wir reisen aus Syrien nach Brasilien, was immerhin über 10.000 Kilometer sind. Brasilien habe ich mir ausgesucht, weil es dort einen sehr leckeren Kuchen gibt, der mich an meine geliebte Biskuitrolle erinnert. Ich liebe Biskuitrollen, weil sie schnell zu machen sind und bei Histamin-Intoleranz sehr gut vertragen werden.

Als ich gelesen habe, dass „Bolo de Rolo“ auch ein Biskuit-Teig ist und dieser mit fruchtiger Marmelade gefüllt wird, habe ich mich dafür entschieden, das Rezept zu verbloggen. Um die Reise anzutreten, musste aber erstmal eine Zutat die Reise zu mir antreten, denn „Bolo de Rolo“ wird traditionell mit Goiabada gefüllt, einer typisch brasilianischen Guavenpaste, die ich im Supermarkt leider nirgendwo finden konnte. Also kam sie direkt aus Brasilien per Online-Shop nach Köln und das große Backen konnte starten.

Bolo de Rolo

Das Besondere bei „Bolo de Rolo“ ist, dass die Biskuitschichten wirklich sehr sehr dünn gebacken werden. Je dünner die Schichten, desto besser der Bäcker 😉 Auf den Bildern erkennt ihr, dass mir das beim ersten Blech nicht so ganz gelungen ist, die folgenden Bleche sind zunehmend dünner geworden und ich bin sicher, der nächste Versuch wird noch besser, denn eigentlich ist es eine reine Übungssache. Da die Schichten so dünn sind, kann man „Bolo de Rolo“ auch geschmacklich nicht mit einer klassischen Biskuitrolle vergleichen. Die Schichten sind recht fest und durch die Guavenpaste wird die Rolle ziemlich süß. Ich habe gelesen, dass sie oft mit Vanilleeis gegessen wird. Das haben mein Mann und ich auch probiert und ist wirklich ein tolle Kombination.

Bolo de Rolo

Das Vanilleeis zusammen mit den feinen Teigschichten und der süßen Guavenpaste ist ein Hochgenuss und ich werde „Bolo de Rolo“ garantiert nochmal machen. Bei Histamin-Intoleranz habt ihr übrigens auch kein Problem Guavenpaste zu besorgen, denn diese ist ohnehin leider nicht bei HIT verträglich. Allerdings kann ich mir „Bolo de Rolo“ auch gut mit Quitten-Marmelade vorstellen, was das Rezept dann wieder histaminarm machen würde. Nur ein Original-Rezept ist es dann nicht mehr.

Und… wie heißt es denn nun? „Der“, „die“ oder „das“ „Bolo de Rolo“? Wie ihr vielleicht gemerkt habt, habe ich bewusst versucht im Text drauf zu verzichten, denn sicher bin ich mir immer noch nicht. Da „Bolo de Rolo“ aber oftmals mit Rollkuchen übersetzt wird, weise ich dem „Bolo de Rolo“ jetzt ein „der“ zu 😉

Bolo de Rolo

Zutaten für einen „Bolo de Rolo“

– 200g Zucker
– 200g Butter, zimmerwarm
– 6 Eier
– 200g Mehl
– 300g Guavenpaste (Goiabada)
– 200ml Wasser

In einem Topf zunächst 300g Guavenpaste mit 200ml Wasser auf mittlerer Hitze schmelzen lassen. Die Paste sollte nicht kochen, aber sich komplett mit dem Wasser verbinden. Die Füllung dann vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Dann die Teig herstellen. Dafür die weiche Butter mit dem Zucker aufschlagen, die Eier einzeln unterrühren. Zuletzt das Mehl dazu geben und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizten. Ein Backblech mit etwa Öl bepinseln und mit Backpapier auslegen (Das Öl bewirkt nur, dass das Backpapier nicht ständig verrutscht, hat mit dem Geschmack nichts zu tun.). Etwa ein Viertel des Teiges auf das Backpapier geben und mit einem Teigschaber sehr dünn verteilen (2-3 Millimeter).

Das Backblech in den Ofen geben und etwa sechs bis sieben Minuten backen lassen, bis der Rand etwas gebräunt ist. Das Backblech direkt auf ein mit Zucker bestreutes Küchenhandtuch stürzen und das Backpapier abziehen. Etwas von der Guavenpaste auf dem Teig verteilen und sofort von der kurzen Seite her aufrollen. Die Rolle auf etwas Alufolie legen und direkt in den Kühlschrank geben.

Mit dem restlichen Teig genau so verfahren und den Biskuit immer wieder an der Rolle anlegen und aufrollen. Zum Abkühlen immer direkt in den Kühlschrank zurück legen. Den „Bolo de Rolo“ vor dem Servieren gut durchkühlen lassen. Mit Puderzucker bestreuen und in Scheiben anrichten.

Fertig in 90 Minuten!

Bolo de Rolo

Die kulinarische Reise geht schon am Freitag bei Joanna von „Die Küchenzuckerschnecke“ weiter, doch wohin es uns verschlägt, verrate ich noch nicht. Seid ihr auch schon gespannt? Dann folgt uns doch in der Facebook-Gruppe „Kulinarische Entdeckungsreise“ oder klickt unten auf den Banner mit einer Auflistung aller Blogger und ihrer Destinationen!

Eine kulinarische (3)

6 thoughts on “Bolo de Rolo – eine kulinarische Reise nach Brasilien

  1. Tolles Rezept. Ich erinnere mich an eine Variante mit Karamellcreme die noch süßer war. Mit Guavenpaste ist der Kuchen aber aromatischer. Mit Quittenmus ebenfalls. Wenn man das Quittenmus selbst macht mit dem Vorteil weniger süß.

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