Haselnuss-Gugelhupf

Die Geschichte vom Haselnuss-Gugelhupf

Jede Menge Legenden gibt es rund um den Gugelhupf und seine Wortherkunft. Ich habe letzte Woche eine leckere Variante mit Haselnüssen gebacken und erzähle euch ein bißchen was über den Gugelhupf, den es schon seit der Römerzeit gibt. Warum ich davon berichte? Na, wegen Steffen und Sabrinas Blog-Event!

Beim Blog-Event „Blogg den Suchbegriff“ geht es darum, ein Rezept zu verfassen, das sich um einen Suchbegriff dreht, der einen User zu meinem Blog geführt hat. Das Event geht mittlerweile schon in die dritte Runde und auch wenn es bei mir keine wirklich skurrilen oder lustigen Begriffe gab, mache ich mit dem Begriff „Gugelhupf Geschichte“ mit.

Denn auf Grund des Suchbegriffes bin ich natürlich neugierig geworden und hab selbst ein bißchen recherchiert, was es mit dem Gugelhupf auf sich hat.

Entgegen meiner ersten Gedanken gibt es nicht DAS EINE Gugelhupf-Rezept. Vielmehr ist die Form das Entscheidende und auch wenn scheinbar oft ein Hefeteig darin gebacken wird („hupf“ > möglicherweise eine verstümmelte Wortschöpfung von Hefe), ist ein Hefeteig nicht unbedingt notwendig, um einen Gugelhupf zu backen.

Haselnuss-Gugelhupf

Das Wort „Gugel“ stammt wohl von „Gugele“, der umgangssprachliche Version von „Cucullus“ (lateinisch für Kapuze, eine besondere Art der Kopfbedeckung) und hat verschiedene Deutungsmöglichkeiten.

Eventuell hat es mit den heiligen drei Königen zu tun. Denn laut einer Legende haben die heiligen drei Könige auf ihrem Rückweg von Bethlehem das Elsass besucht und dort wurde ihnen zu Ehren ein Kuchen gebacken, der die Form eines „Turbans“ hatte. Eine andere Deutung lässt sich auf einige Wiener Marktfrauen zurückführen, die eine mittelalterlichen Kopfbedeckung namens „cuculla“ getragen haben, deren Form an den Gugelhupf erinnerte. Daher könnte der Name ebenfalls rühren. Zudem hält sich die Legende, dass junge Mönche beim Eintritt ins Kloster einen Gugelhupf serviert bekamen. Die Kapuzen der Kapuzinertracht bezeichnet man auch heute zum Teil noch als „Gugel“. Wirklich eindeutig ist der Wortursprung also nicht.

Haselnuss-Gugelhupf

Wußtet ihr außerdem, dass es in Frankreich an jedem zweiten Sonntag im Juni ein Gugelhupf-Festival gibt? Und das das Wort „Gugelhupf“ schon seit 1902 im Duden steht? Eine Mehrzahl gibt es laut Duden auch, nämlich weder „Gugelhüpfe“ noch „Gugelhupfs“ sondern „Gugelhupfe“. 😉 Die ersten Backformen gab es bereits zur Römerzeit und sollen vermutlich ein rotierendes Sonnenrad symbolisieren.

Haselnuss-Gugelhupf

Aber nun genug Gugelhupf-Geschichte, gebacken habe ich schließlich auch! Es gibt einen supersaftigen Haselnuss-Gugelhupf, der wirklich richtig lecker geworden ist. Ich bin schon sehr gespannt, welche anderen Suchbegriffe für das Event verbloggt werden. Den Banner findet ihr wie immer ganz unten im Beitrag.

Zutaten für einen kleinen Haselnuss-Gugelhupf (ca. 20cm Durchmesser)

– 140g Butter
– 125g Zucker
– 1 Päckchen Vanillezucker
– 3 Eier
– 100g Magerquark
– 100g Mehl
– 100g gehackte Haselnüsse
– 100g gemahlene Haselnüsse
– 1 Päckchen Weinstein-Backpulver
außerdem:
– 150g Kuvertüre
– einige gehackte Haselnüsse als Deko

Haselnuss-Gugelhupf

Den Gugelhupf zuerst gut einfetten und bemehlen. Den Backofen auf 170 Grad vorheizen.

In einer Rührschüssel dann Butter, Zucker, Vanillezucker und Eier einige Minuten schaumig aufschlagen. Den Magerquark dazu geben und gut vermischen. Dann die gehackten und gemahlenen Haselnüsse mischen und unterrühren. Zuletzt das Mehl mit dem Backpulver mischen und alles zu einem glatten Teig verarbeiten.

Den Haselnuss-Teig in die Gugelhupf-Form füllen und im vorgeheizten Backofen für etwa 40 bis 45 Minuten backen. Nach der Backzeit den Haselnuss-Gugelhupf vollständig abkühlen lassen und aus der Form stürzen. Die Kuvertüre schmelzen und über den Gugelhupf gießen. Sofort mit ein paar gehackten Haselnüssen bestreuen und gut 30 Minuten fest werden lassen.

Der Haselnuss-Gugelhupf schmeckt sofort, aber ist auch toll vorzubereiten, denn auch am Folgetag ist er auf Grund des Quarks noch richtig saftig.

Fertig in 60 Minuten!

Haselnuss-Gugelhupf

Blog-Event - Blogg den Suchbegriff III (Abgabe bis zum 10. April 2016)

5 thoughts on “Die Geschichte vom Haselnuss-Gugelhupf

  1. Ohh, das finde ich eine schöne „Geschichte“. Spannend, was man da alles heraus findet, wenn man sich in die Vergangenheit des Gugls begibt. Mir hat am besten das Festival gefallen, da muss man als Foodblogger doch eigentlich mal hin 🙂
    Liebe Grüße,
    Daniela

  2. Total spannend, vielen Dank für den kleinen Exkurs in Sachen Gugelhupf und deine Teilnahme an unserem Blog-Event. Was würde ich jetzt für so ein Stück Haselnuss-Gugelhupf geben …
    LG
    Sabrina

  3. Voll cool, mal was über den Hintergrund von so einem beliebten Kuchen zu lesen – der Suchbegriff hat sich für mein Wissen auf jeden Fall gelohnt 🙂
    Lg, Miriam

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